Dienstag, 31. Mai 2016

Rezension ~ In die Finsternis

Titel: In die Finsternis 
Autor: Scott McLeary 
Seiten: 348 Seiten (geschätzt) 
Verlag: - 
Genre: Science-Fiction



 


Inhalt:
Mitten in der Schlacht von Verdun wird von deutschen Soldaten ein gefährliches Wesen befreit. Es verstümmelt alles und jeden, der sich ihm in den Weg stellt und nichts kann es aufhalten. Eine kleine Spezialeinheit französischer Soldaten soll das Wesen unschädlich machen und bekommt dabei Hilfe aus einer Zeit, die bereits 65 Millionen Jahre zurückliegt. 

Meine Meinung:
Als mich der Autor angeschrieben und sein Buch vorgestellt hat, war ich zugegeben sehr skeptisch. Ich lese zwar sehr gern Thriller (auch wenn ich das Buch entgegen der Beschreibung nicht als solchen bezeichnen würde), aber weder Science-Fiction noch Krieg sind so unbedingt meine Themen. Ich wollte aber zumindest die Leseprobe lesen und danach war ich wirklich neugierig auf die Geschichte. 

Nach dem Prolog war ich ein bisschen unsicher, weil er sehr viele Raumfahrtelemente enthält. Ich kenne mich damit absolut nicht aus und hatte bei diesen Szenen Schwierigkeiten der Handlung zu folgen. Das war auch später der Fall, wenn man den Kriegsschauplatz verlässt. Jemand der viel Science-Fiction liest, wird sicher wissen was Mechs und Nurflüger sind, ich weiß das zwar nach ein bisschen googeln, aber mir fehlt da trotzdem das Verständnis um mir die Szenen bildlich vorstellen zu können. 

Das Buch ist in drei Teile gegliedert und der erste hat mir wahnsinnig gut gefallen. Ich war lang nicht mehr so positiv überrascht. Man befindet sich mitten in der Schlacht um Verdun und den meisten ist aus dem Geschichtsunterricht (oder den Nachrichten) bekannt, dass diese sehr blutig war. Dementsprechend ist auch das Buch nichts für schwache Nerven. Die Protagonisten, das heißt, die französische Spezialeinheit, haben mir sehr gut gefallen. Sie sind keine angenehmen Zeitgenossen und im Grunde bleiben sie sogar ziemlich blass. Dennoch mochte ich sie gern und konnte sie gar nicht als die Killer sehen, die sie eigentlich sind. 

Im zweiten und dritten Teil treten dann vermehrt Science-Fiction Elemente auf und da wurde es für mich ein bisschen langatmiger. Ich hatte vorher gar nicht erwartet, dass mir die Kriegsszenen besser gefallen würden als die anderen, aber es war tatsächlich so. Wann immer die Handlung 1916 spielte, konnte ich gar nicht schnell genug lesen, wenn es dann weit in die Vergangenheit zurück ging, habe ich nicht mehr so genau gelesen, weil ich entweder nicht folgen konnte oder es mich nicht so interessiert hat. 

Das Ende lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. Den Epilog fand ich eher überflüssig, auch wenn dort noch ein bisschen was geklärt wird. Mir hätte aber als Ende das letzte Kapitel besser gefallen. Die Auflösung bzw. den Endkampf oder wie auch immer man das nennen mag, hat mir leider auch nicht ganz so gut gefallen. Einige Sachen werden nicht geklärt, was ich sehr Schade finde. Ich fühle mich ein bisschen im Regen stehen gelassen. 


Fazit:
Obwohl ich das Ende als unvollständig empfinde und mich auch die Science-Fiction Elemente nicht so gefesselt haben, überwiegt die Überraschung über den spannenden ersten Teil und die interessanten Charaktere. Wer sich für Science-Fiction interessiert, sollte hier mal vorbei schauen.



Ein herzliches Dankeschön an den Autor, der mir das Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat :)

Montag, 30. Mai 2016

Rezension ~ Glücksspieler

Titel: Glücksspieler
Autorin: Amelie Fried
Seiten: 382 Seiten
Verlag: Heyne
Genre: Roman, Spannung
Leseprobe




Inhalt:
Gregor liebt Luxus und gibt gern das Geld seiner Frau aus. Mona investiert das Geld ihres Mannes in Stoffe und Kleidung, aber das macht sie auch nicht glücklich. Kim hingegen muss sich jeden Cent hart erarbeiteten und am Ende reicht es doch oft nicht. Als die drei aufeinandertreffen entwickelt sich ein Plan, der all ihre Wünsche erfüllen soll, doch ihre Motive ändern sich und am Ende ist alles anders als geplant. 

Meine Meinung:
Ich habe mehrmals überlegt das Buch auszusortieren, aber irgendetwas am Klappentext hat mich doch gereizt, sodass das Buch bleiben durfte. 

Schon auf den ersten Seiten haben sich die Protagonisten bei mir unbeliebt gemacht. Leider hat sich das im Verlauf des Buches wenig bis gar nicht geändert. Alle drei sind sehr auf Geld und Luxus bedacht, alles andere ist nebensächlich. Ich konnte kaum gute Seiten an ihnen entdecken und fand sie größtenteils sehr unsympathisch. 

Die Handlung zog sich im Verlauf sehr dahin. Der tolle Plan der Drei ist nach etwa der Hälfte des Buches beendet. Zwar finden danach noch einige wichtige Charakterentwicklungen statt, insgesamt wirkte es dennoch wie ein 200-seitiger Epilog auf mich. Immerhin haben einige der Ereignisse bewirkt, dass ich zumindest Mitgefühl Kim gegenüber hatte und ihr Nachbar mir dann doch irgendwie ans Herz gewachsen ist, auch wenn er anfangs nicht so mein Fall war. 

Fazit:
Für mich keine Empfehlung, da ich die Protagonisten so gar nicht leiden konnte und mich auch die Handlung nicht gefesselt hat.

Sonntag, 29. Mai 2016

Kurzmeinungen ~ Der blauen Sehnsucht Tod ~ Unschuldslamm

Titel: Der blauen Sehnsucht Tod
Autorin: Brigitte Pons
Reihe: Frank Liebknecht #2
Seiten: 416 Seiten
Verlag: Lyx
Genre: Krimi
Leseprobe



Lesegrund:
Band eins hat mich positiv überrascht, sodass ich mich auf den zweiten Band sehr gefreut habe


Gut&Schlecht:
Die Charaktere haben mir wieder sehr gut gefallen. Frank Liebknecht als junger Dorfpolizist aus der Stadt konnte mich erneut überzeugen. Noch mehr mochte ich aber diesmal seinen Kollegen Marcel Neidhardt von der Kriminalpolizei. Ich glaube, da entwickelt sich etwas sehr interessantes.

Kurze Kapitel, wechselnde Perspektive und ein guter Schreibstil sorgen für schnelles und flüssiges Lesen. 

Das Thema Kunst im Nationalsozialismus hat mich sehr angesprochen und ich habe ein paar interessante Dinge gelernt.


Fazit:
Wer diese Reihe noch nicht kennt, sollte unbedingt mal einen Blick drauf werfen.




Titel: Unschuldslamm
Autorin: Judith Arendt
Reihe: Ruth Holländer #1
Seiten: 320 Seiten
Verlag: Ullstein
Genre: Krimi



Lesegrund:

Ich kannte zuvor kein Buch mit einer Schöffin als Protagonistin

Gut&Schlecht:

Angenehmer Schreibstil, sodass man schnell und flüssig lesen kann.

Ruth Holländer als Protagonistin hat mir gut gefallen, weil sie auf mich sehr authentisch gewirkt hat. Sie ist keine absolute Sympathieträgerin (bei mir jedenfalls nicht), aber ich mochte ihren Gerechtigkeitssinn und auch ihre Fehler.

Das aktuelle (zumindest bei Erscheinen des Buches aktuelle) Thema hat mir gefallen.

Für mich war die Schöffin der ausschlaggebende Lesegrund, sodass ich mir noch ein wenig mehr Informationen über das Amt gewünscht hätte. Leider hat die Autorin im Nachwort erwähnt einige Anpassungen des Schöffenamts vorgenommen zu haben. Das finde ich schade, weil ich so nicht einordnen kann, welche Informationen nun korrekt sind und welche nicht.

Fazit:

Wer mal einen ruhigen, unblutigen Krimi lesen möchte, in dem nicht Polizei oder Staatsanwaltschaft ermitteln, sollte sich diese Reihe ansehen.