Samstag, 12. Juli 2014

Rezension ~ Verlorene Eier

Titel: Verlorene Eier
Originaltitel: Going Pearshaped
Autor: Sam Scarlett
Verlag: Blanvalet
Seiten: 448
Genre: Frauenroman, Romantische Komödie




Inhalt:
Bill ist Autor von historischen Liebesromanen mit wohlklingenden Titeln wie "Lady Sarah und der Graf" oder  "Das Tor der Versuchung". Da sich solche Bücher aber nur schlecht verkaufen wenn der Autor ein Mann ist, schreibt Bill unter dem Pseudonym Angela Huxtable. Sein amerikanischer Verlag plant mit ihm oder besser gesagt mit Angela eine Lesereise durch sechs Städte der USA, nur dann erhält er einen Vorschuss von 1 Million Dollar auf seine nächsten Bücher, den er wirklich gut gebrauchen kann. Während eines Mittagessens mit seinem Agenten Gerald -bei dem eine nicht geringe Menge Alkohol fließt- beschließt Bill, dass nur er selbst Angela am besten verkörpern kann und so wird aus Bill Angela. Für einen Mann über 50 mit grauen Haaren und Vollbart, ist es gar nicht so einfach überzeugend eine Frau zu spielen, doch zum Glück gibt es da einen alten Schulfreund.

Meine Meinung:
Die Idee ist wahrscheinlich nicht neu, aber da ich noch nie so ein Buch gelesen habe, hatte ich nicht das Gefühl etwas altbekanntes zu lesen.
Bill ist ein bisschen verschroben, was vielleicht negativer klingt, als es gemeint ist. Er wohnt in einem kleinen Kaff, in einem Haus, welches dringend renoviert werden müsste und ist geschieden, nachdem seine Ex-Frau es gerade mal sechs Tage auf dem Land ausgehalten hat.
Ich finde ihn als Person unglaublich humorvoll, so steht er zum Beispiel täglich in seinem Garten, an dessen Rückseite eine Kuhwiese grenzt und liest den Kühen seine neusten Zeilen vor. Es ist eher ein trockener Humor, aber sonst finde ich ihn schwer zu beschreiben. Man muss ihn einfach lesen ;)

Seine Verwandlung zur Frau finde ich großartig beschrieben, vor allem weil man als Leser auf die kleinen Unterschiede zwischen den Geschlechtern aufmerksam gemacht wird. Wie spricht, geht, sitzt eine Frau im Gegensatz zu einem Mann? Es ändert sich einfach alles, von der Wortwahl bis hin zum Gang. Und nicht vergessen den Rock glatt zu streichen! ;)

Die Lesereise hat mir auch wirklich gut gefallen, dazu gibt es gar nicht so viel zu erzählen. Ich möchte schließlich auch nicht spoilern.

Das Ende war schon sehr... abgedreht, wahrscheinlich auch unrealistisch, wenn man bedenkt, dass einem Menschen so viel Unsinn gar nicht auf einmal passieren kann. Ich fand es aber dennoch nicht schlecht, weil es einfach so zu der Ich-muss-mich-als-Frau-verkleiden-weil-ich-unter-weiblichem-Pseudonym-schreibe-Nummer gepasst hat.

Fazit:
Sicher keine literarische Meisterleistung, sondern eher ein Buch vom Grabbeltisch. Dennoch hat es mich bestens unterhalten, gerade weil es so abgedreht und leicht war. Klare Leseempfehlung!

5/5 Punkte

Kommentare:

  1. Dann leih es mir bitte aus :-D
    Gruß, Leni

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    1. :D Ich schick es dir nächste Woche.

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  2. Das klingt nach einem echt sehr lustigen Buch, was man fix zwischendurch weglesen kann. Wobei ich sagen muss, dass die Handlung mich sehr an den Film "Rubbeldiekatz" erinnert.

    Liebe Grüße,
    Lyrica

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    1. Hallo Lyrica,

      stimmt genau, so kann man es zusammenfassen. Ich finde das aber auch nicht schlecht, man muss ja nicht immer irgendetwas anspruchsvolles mit Tiefgang haben. Lesen dient ja immerhin auch der Entspannung ;) Bei mir jedenfalls.
      Den Film kenn ich leider noch gar nicht, will ich aber schon länger schauen, weil ich Matthias Schweighöfer klasse finde. Muss ich dann mal vergleichen.

      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
      Julia

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